Donnerstag, 22. Oktober 2015

Ausstellungen in Schwäbisch Hall





Alfred Bast vor seinem Quitten-Triptychon mit einer Quitte von seinem Quittenbaum in der Hand.  (Foto: Picasa)

SCHWÄBISCH HALL
Alfred Bast stellt im Hällisch-Fränkischen Museum und auf der Comburg aus

Großformatige Quittenbilder und Kunst mit Reclam-Büchlein: Alfred Bast zeigt Werke unter dem Titel "Das Gelbe vom Ay". Sie sind im Hällisch-Fränkischen Museum und auf der Comburg zu sehen.

URSULA RICHTER | 20.10.2015

Eine Doppelausstellung bedarf einer Doppelausstellungseröffnung. Der erste Teil findet im Hällisch-Fränkischen Museum (HFM) statt. Es kreist alles um die, wie Museumsleiter Dr. Armin Panter feststellte, in der europäischen Kunstgeschichte sehr problematische Farbe Gelb. Thematisch ist das im HFM die Quitte und auf der Comburg das Reclam-Büchlein. Alfred Bast erläutert zunächst sein etwas kryptisches Wortspiel des Titels, dessen letztes Wort einerseits auf das Eigelb verweist, andererseits mit dem nach oben weisenden Y für den Künstler Symbolwert hat.
Bast hat vor 20 Jahren einen Quittenbaum gesetzt, dessen Früchte Modelle für sein jährliches Quittenprojekt sind. Im Wintergarten des HFM sind meist großformatige Bilder mit diesem Motiv zu sehen. Zunächst frappiert der wirklichkeitsgetreue Detailnaturalismus. Wie bei dem antiken Maler Zeuxis, der Trauben angeblich so naturgetreu malte, dass Vögel herbeiflogen, um an ihnen zu picken, entsteht ein haptischer Effekt. Durch ihre singuläre Inszenierung wird die Quitte zur goldenen Frucht, dem mythologischen Apfel des Paris, der Aphrodite zugesprochen wurde.

Alles, was gelb ist
Diese Überhöhung findet ihre Entsprechung in den Formaten des Triptychons oder des Quadrates. Weitergeführt wird dies durch an fernöstliche ornamentale Kunst erinnernde monochrome, erhaben herausgearbeitete Musterlandschaften, die hinter oder neben dem Motiv entwickelt werden. Im Kaisersaal der Comburg wird mit einer rhythmischen Klangperformance von Alfred Bast der andere Teil der Ausstellung eröffnet.
Der Vater des Gedankens ist Akademiereferent Franz Zimmermann, der dann zusammen mit Alfred Bast und Armin Panter das Konzept entwickelt hat. Zimmermann findet die sehr hohen Räume im Treppenhaus der Neuen Dekanei und im unteren und oberen Foyer für die langen, schlanken Hochformate Basts sehr geeignet.
Ehrengast der Ausstellungseröffnung ist Rainhilt Reclam. Alles dreht sich auf der Comburg um die DIN-A6-formatigen gelben Reclam-Hefte. Das Universal-Notizbuch mit 128 leeren Seiten, das man auch aus dem normalerweise im Foyer des Hotel Hohenlohe stehenden Reclam-Bücher-Automaten von Bernhard Deutsch für einen Euro erwerben konnte, hatte Bast zu einem weiteren zyklischen Projekt inspiriert. Vom 21. Dezember 2012 bis zum 21. Dezember 2013 führte er das sechs Bücher umfassende Projekt "Winter-Sonnwende Nr. 7" durch. Jeden Tag malte und beschriftete er eine Doppelseite. Sie sind auf www.reclam.de/secial/alfred_bast im Internet zu sehen. In der Neuen Dekanei finden sich 13 dieser Blätter als Großdrucke im Speisesaal.
Bast ist ein virtuoser Maler und Zeichner nach der Natur. Die Seiten sprühen vor Einfallsreichtum und ästhetischer Anmutung. Die Aura der historischen Räumlichkeiten des Klosters Großcomburg vervielfältigt diese Wirkung.
Info Die Ausstellungen laufen bis 31. Januar.


Rhythmische Performance, Comburg, mit UV-Licht und bemalten Schlegeln, improvisiert auf der Ummadigga
(beide Fotos: Franz Zimmermann)

Ausstellung Hällisch-Fränkisches Museum


"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten

"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten

"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten

"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten

"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten

"Das Gelbe vom AY"
Hällisch-Fränkisches Meseum / Im Wintergarten





Sonntag, 27. September 2015

Kunstperformace in Nax / Walis





Vierzehn Tage war ich in den Schweizer Bergen  zu Gast bei Roger und Hildegard Kalbermatten, die Gründer von Ceres.
Hier werden Heilpflanzen sorgfältig geerntet und zu Heilmitteln verarbeitet.

Mein Aufenthalt hier ist Bestandteil eines Filmprojekts über die Urtinkturen von Ceres.
Ich erkunde die Pflanzen dabei zeichnerisch, begleite ihr Wachstum, ihre Ernte und Verarbeitung. 

Am Waliser Standort Nax entsteht ein neues Gebäude dessen Bestimmung es auch ist, frisch geerntete Heilpflanzen mit ihrer gesammelten Wirkkraft durch das achtsame Schneiden, in den Prozess der Entformung zu überführen, um die unsichtbaren Wirkstoffe
freizusetzen.

Die Baustelle wirkte archaisch, wie ein Tempelarbeitsplatz auf mich.  

So inspirierte mich dieser ruhende Oktagon der zukünftigen Schnittstelle dazu, dem Beton etwas von den Rhythmen der gestaltbildenden und sich wieder auflösenden Kräfte einzuschreiben, so wie man eine Botschaft in den Grundstein einsenkt, die dann unsichtbar im Stein weiter vibriert. 

Am Donnerstag, den 13. August 2015, zwischen 7 und 9 Uhr morgens, fand die Performance statt, die die Dokumentarfilmerin Renata Keller aufnahm.

Wir waren überrascht wie Ort und Zeitpunkt zu einem meditativen Wahrnehmungsgeschehen verschmolzen, und wir freuen uns Dir/Ihnen durch diesen Film die Atmosphäre des Werdeprozesses vermitteln zu können.














Samstag, 25. Juli 2015

evolve





















"evolve"

ist ein aktuelles, vielschichtiges Magazin für Kultur und Bewusstsein, in dem sich Themen widerspiegeln die mich, und die Initiative KUNSTKLOSTER art research, ebenfalls beschäftigen.

So kam es zu einer inspirierten, erfreulichen Zusammenarbeit mit der Grafikerin Renata Keller, der ich meine Bilder zur freien Gestaltung für diese jetzige Ausgabe zur Verfügung stellte.

Nun präsentiert sich das Heft, voll mit spannenden Texten und meinen Bildern, auf dem Berliner Solms-Atelier-Fensterbrett für dieses Foto.

Herr Gorilla und noch andere evolutionäre Positionen: Stier, Tänzerin und Buddha, halten das Ergebnis für gelungen, - wie man deutlich sehen kann - oder ist das bloß meine selbstgefällige Positiv-Projektion?



http://www.evolve-magazin.de/http://www.evolve-magazin.de/aktuelle-ausgabe/




... und hier noch einmal spielgeverkehrt ... für alle Fälle ... falls der nächste Evoulutionsschritt ein spiegelverkehrter sein sollte.





Freitag, 3. Juli 2015

WSW 8 Reclam-Universal-Notizbuch, zweitesJahresprojekt, Buch 10






2. Jahresprojekt 

mit Reclam-Universal-Notizbüchern

3. Mai 2014 bis 1. Mai 2015



... fast versteckt liegt das zehnte Buch auf dem Tisch. Begleitet und umgeben mit gesammelten Kostbarkeiten der Natur, plus Krokodil und Affe, der das Handy ersteigt. Sie wollen immer auch dabei sein. Wenn sie schon nicht mehr natürlich anwesend sein könnten, so wenigstens in Kunststoff, meinten sie. Sie wollten die nächsten Schritt der Evolution nicht verpassen. Und der Stoff dafür ist doch die Kunst, oder?

hier ist es:  

Buch 10

3. Juli bis 3. September 2014

 ... kann aufgeschlagen werden!


2. Year project
Book 10 can be opened!










Samstag, 27. Juni 2015

Vernissage Morgenstern-Galerie

Eingang


Eingang: Bilder: "hermes träumt von dir", "Seelenschiff-re"
"OY"
früher Besucher
Aussen und Innen
Wendeltreppe

"Gutes Zeichen" und "Quittessenz"


Randnotiz:

Die Morgenstern-Galerie liegt an der befahrenen Budapester Straße, nahe dem Zoo und der Gedächtniskirche. Gegenüber ist der Schweizer Hof und am Ende der Häuserreihe, in der auch die Galerie ist, boomt das Interconti. Internationale Gäste. Gesichter aus aller Welt gehen vorüber.

Ich hatte einige Tage dort mit dem Aufbau zugebracht und nahm mir immer wieder Muse und Zeit die unterschiedlichen Naturen der Menschen zu beobachten. Im Frauenhof bestimmt Natur pur, in Berlin die Natur des Menschen die Umgebung.

Es war als säße ich am Ufer eines breiten Flusses. Ohne Angel allerdings. Ich beobachtete die menschlichen Ströme und studierte welche Resonanzen, Empfindungen und Gedankenströme in mir ausgelöst werden.

Das ging eine Weile und dann kehrte ich, mit reicher Sammlung an Eindrücken, wieder in die Stille der Galerie zurück und baute weiter auf.


Zeichnung auf Glas

Diese Gedicht von Rilke, das mich seit 48 Jahren begleitet, kommt mir in den Sinn


Werkleute sind wir
Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.

Wir steigen in die wiegenden Gerüste,

in unsern Händen hängt der Hammer schwer,
bis eine Stunde uns die Stirnen küsste,
die strahlend und als ob sie Alles wüsste
von dir kommt, wie der Wind vom Meer.

Dann ist ein Hallen von dem vielen Hämmern
und durch die Berge geht es Stoß um Stoß.
Erst wenn es dunkelt lassen wir dich los:
Und deine kommenden Konturen dämmern.

Gott, du bist groß. 
Rainer Maria Rilke, 26.9.1899, Berlin-Schmargendorf




Oben
"des Unscheinbaren Gegenwart", fünf Zeichnungen

"NaturIkonen", Arbeitsblätter

drei Arbeitsblätter zur Wahrnehmung






















Donnerstag, 25. Juni 2015

Ausstellung Morgenstern Galerie Berlin Juni-Juli 2015















O
Y

Performance

mit Holz, Feuer und Bewusstsein



Morgenstern-Galerie

23. Juni 2015





Ausstellung
und Veranstaltungen

„Kommunikationskörper
Arbeiten von
Alfred Bast
im Kontext von Kunst und Spiritualität

Morgenstern-Galerie
10787 Berlin Budapester Str. 14

26. Juni bis 31. Juli 2015 Eröffnung:
Freitag, 26. Juni 19:30 Uhr

Veranstalter: KUNSTKLOSTER art research e.V Morgenstern-Galerie Stiftung Rosenkreuz






Sonntag, 31. Mai 2015

Licht-Blid-Sprache - Berliner Auslese Mai 2015


... Die Sterne und die Gene haben uns ihre Farben auf die Palette gegeben, welche Bilder wir damit malen ist uns freigestellt.



... Jeder Schritt kann eine Flucht, ein weg- und Wegschritt, ein Fortschritt, ein Weiterkommen sein. 
Oder auch einer um ins Weite zu kommen - ein glückender Tanzschritt im zeitlosen Sein - auf der blauen Kugel des innigen Lebens.



... Der Hells-Angels reinigt sein Ross im hinteren Hof für späteren Ausritt durch die Wüste der Anderen.
Und ein hell gemalter Engel, der noch keine "selfis" zu machen versteht,  will fotografiert werden unter dem Schild: "Kein Winterdienst".



... Sprudelnde Lehre.



... Alle horizontalen Gleise und Wege, die sich zwischen Standpunkt und Fluchtpunkt spannten und spannen, zwischen hier und dort, Gestern und Morgen, versinken in einen Schlaf, und werden schließlich zuverlässig und sachte, fast zärtlich, von der Vertikalen übernommen, die sich - verwurzelt - im Grund, lichtwärts entfaltet.



... In der Pflanze wird das Licht zur Gestalt. Jede Pflanze ist eine Lichtgestalt.