Donnerstag, 7. Januar 2016

immer dasselbe - anders / Buch 13







                                                          Immer dasselbe - anders.

64 Tage pro Buch. 
Täglich eine Doppelseite gestalten. 
Gestaltend denken. Denken gestalten. 

Jede leere Doppelseite - ein Beginn. Frisch wie der nächste Atemzug. 
Die kreative Reise zeigt Schritt für Schritt - im täglichen Rhythmus - eine überraschend vielfältige innere Landschaft, die sich zeichnend und schreibend eröffnet.

Für die Freunde von Kreativität, Wahrnehmung und Bewusstsein

Das Fünfte von links                       Buch 13      
vom 8. Januar bis 11. März 2015
kann jetzt aufgeschlagen und online durchgeblättert werden:


mit besten Grüßen
Alfred + Bast
KUNSTKLOSTER art research





Freitag, 1. Januar 2016

KUNST. 2016







Das aufgespannte Nesseltuch, 250 x 450 cm groß, hat der Sitzende auf dem Foto in der Silvesternacht bemalt.

Die potenzielle Leere, der erwartungsbereiten präparierten Fläche, ist gefüllt mit vielen Möglichkeiten - wie ein Kind das die Zukunft vor sich hat.

Im Laufe eines Lebens hinterlassen wir Spuren auf dem anfänglich unbeschriebenen Grund. Die Zeichen unseres Handelns, die das Innere äußern, werden sichtbar - auch für Andere.

Die Kunst besteht für mich darin, die Leere des ursprünglichen Grundes hindurch wirken zu lassen, und zugleich die unsichtbare Kraftströme und Rhythmen, mir ihrer übermentalen Ordnung, durch den unplanbaren Malprozess entstehen zu lassen.

Es ist wunderbar wie sich im zunehmenden Alter das Rätsel des Lebens immer klarer, heiterer und reicher verbirgt.





Donnerstag, 24. Dezember 2015

Lilienengel






... weil beim blinden Spiel des Künstlers in seiner Werkstatt 
etwas Abgefallenes, wie diese Lilienblätter, und eine Profil-Zeichnung, 
auf bestimmte Weise zufällig zusammenfallen, 
(und das zur Weihnachtszeit auf der Suche nach einer Weihnachtskarte)
lächelt ein Engel in diese Konstellation hinein, 
und schwups ... wird eine weihnachtlicher Lilienengel daraus.

Das schenkt dem Künstler Freude. Die gibt er weiter - hier per Blog,
während der Engel, mit geschlossenen Augen schauend, 
durch die Landschaften der aufgebrochenen Herzen reist 
und Hoffnung sät mit Mut und Zuversicht.
.
Frohe Weihnacht und eine inspiriertes 2016
Alfred + Bast 
KUNST KLOSTER art research




Dienstag, 15. Dezember 2015

Blaue Strömung ... Das Geistige in der Kunst heute ...



Andreas Bromba

im Gepsräch mit Michael Evers

Installationen: Meta Keppler, Rainer Fest, AB

Michael Evers, Andreas Bromba, Meta Keppler, Rainer Fest

Michael Evers vor seiner Installation

Rainer Fest mit seinen Stelen

Die Ausstellung hat zwei Etagen. In der oberen Etage sind die Arbeiten von Andreas Bromba, Antonia Duende und Martin Weyers zu sehen.



Freitag, 11. Dezember 2015

"Mural" von Jackson Pollock - Energy Made Visible

vor dem Bild "Mural" von Jackson Pollock



Das Bild ist ein lebendiger Vulkan.
Riesig im Format und voller Dynamik.

Gegenüber hängt ein ebenfalls riesiger Siebdruck von Andy Warhol, der sich auf das Werk Pollocks bezieht. 
Dessen Größe allerdings vermittelt auf mich die Öde sinnentleerter Beliebigkeit,
wie wenn alles Feuer erloschen wäre, und die Spuren der Asche vergoldet würden.
Nichts von jener Leere im Sinne des Zen, in dem die Fülle anwesend ist.
Ich mag Warhol nicht, und doch würde er mir fehlen. Ich schätze seine anregende Wirkung auf mich, denn kaum ein anderer Künstler reg mit so auf! :-)

„Mural“ von Jackson Pollock erlebe ich als pur und echt, als verdichtetes, kämpferisch-hingegebenes wuchtiges Werk, das nichts von seiner Lebendigkeit eingebüßt hat. (Es ist 1943 im Auftrag von Peggy Guggenheim entstanden und er hat ein Jahr lang daran gearbeitet.) Freilich wohl auch deshalb weil es sehr aufwändig restauriert wurde.

Mit der Bildhauerin Ulrike van de Loecht besuchte ich die Ausstellung und ließ mich vor „Mural“  für den Eintrag am 10.12. 2015 ins „Reclam-Universal-Buch“ inspirieren.

Im Museums-Shop „pollockt“ und „mondriant“ es dann weiter. Da gibt es Regenschirme mit Pollock-Klecksen und Luftballons mit „drippings“ (... die Tropftechnik Pollocks ...) zu erwerben, und auf einen Pit Mondrian Tablett kann Kuchen serviert werden, der einem quadratischen Bild von Mondrian entspricht. 

Auf dem erradelten Rückweg von der Kunsthalle der Deutschen Bank, bin ich dann noch dieser aktuellen Wandmalerei begegnet.



Wandmalerei in Berlin





Sonntag, 22. November 2015

Das Atelier: „Stille und Kreativität“


 offenes Atelier

„Stille und Kreativität“ 
Bilder. Installationen. Gespräch.



Das Atelier hat bei allen Künstlern eine besondere Atmosphäre die sich nicht transportieren oder anderswo ausstellen lässt. 

Im Vergleich zu den Präsentationen in Museen und Kunstvereinen, ist das Atelier in der Regel kein ästhetisch perfekt kalkulierter Raum. 

Es ist eher einem Garten oder Labor vergleichbar in dem die Natur des künstlerischen Prozesses, mit seinem Verwerfen und Gelingen, spürbar ist.





Seit einigen Jahren öffne ich meine Ateliers an den Advent-Sonntagen in Hohenstadt und Berlin für interessierte Besucherinnen und Besucher.




Was mich derzeit bewegt und beschäftig ist das was noch nicht visualisiert ist, was aber potenziell da ist. Als Vorstellung, Idee, teilweise auch als Entwurf, und auf der Werkbank des "inneren Arbeitsplatzes" liegt.





Eine Filmleinwand bleibt weiß, was auch immer auf sie projiziert wird, nichts haftet und verbindet sich damit. Anders die Leinwand des Malers. Sie vibriert vor Möglichkeiten, sie saugt mögliche Bilder an wie ein Magnet Eisenspäne. Sie will berührt werden.

Von den Leinwänden, drei quadratische Formate, je 200 x 200 cm, geht ein starker Sog aus.  Dabei formen und bilden sich, noch unsichtbar, konkrete Bilder. Sie entwerfen sich, ähnlich wie Filme oder Dias, auf die Leinwand. 

Das Bild, das sich mit der Leinwand, diesem Ge-webe das aus vertikalen und horizontalen Fäden die Fläche knotet, verbinden möchte, ist ein strömendes, offenes Geschehen. 




Fertige Bilder im Kopf sind wie Landkarten die zu einem noch unerschlossenen Gebiet führen. Dorthin geht die Reise. Das Unvorhersehbare, Unerwartbare bestimmt die eigentliche Ausrichtung. 

Alle sichtbaren und unsichtbaren Entwürfe reichern den Malgrund an. 
Die Inkubationszeit kann - und darf - Jahre dauern.

Diese Phase der "gefüllten Leere" soll, als wichtiger Teil eines Atelier-Geschehens,  durch temporäre Installationen erlebbar werden. 






Das fortlaufende Projekt: "NaturIkonen -„die Natur hält Ausschau nach Augen die sie sehen“, bildet den Kontrapunkt mit seiner variantenreichen Fülle.










Termine: 
  1. Advent, 29. November, Kunstraum Hohenstadt, Abtsgmünder Straße 5
  2. Advent, 6.   Dezember, Kunstraum Hohenstadt, Abtsgmünder Straße 5
  3. Advent, 13. Dezember, KUNSTKLOSTER - Station, Berlin-Kreuzberg, Solmsstraße 6
  4. Advent, 20. Dezember, Kunstraum Hohenstadt, Abtsgmünder Straße  5
         Am 29.11. mit Tamara Ralis / München
        Jeweils um 15 Uhr: Lesung „Textskulpturen“ zu Kunst und Wahrnehmung.



        geöffnet: 10 bis 16 Uhr








Sonntag, 1. November 2015

Rechenleistung am 1. November 2015 und am 21. November






Diese "Rechen-Kunst" ist am 1. November, an Allerheiligen, zwischen 12 bis 16 Uhr im klarsten Sonnenlicht entstanden.

In dieser Dimension zu "zeichnen" ist nur aus einem inneren Rhythmus möglich, der seine Ordnung aus sich selbst heraus entfaltet - im innigem Dialog mit den Bäumen und der Landschaft. 



Rechenarbeit mit Pappellaub, Mittagszeit

Rechenarbeit mit Pappellaub, Mittagszeit

Rechenarbeit mit Pappellaub, Mittagszeit

Rechenarbeit mit Pappellaub, Mittagszeit


Der Köper "weiß" was er zu tun hat. Es gibt keine Vorüberlegungen dabei,
das geschieht intuitiv, spontan und sicher, wie ein Tanz. 

Wenn beim rechen unter den farbigen Blättern das leuchtende Grün der Wiese zum Vorschein kommt, das knisternde Geräusch an Kindheit erinnert,
und die erdigen Gerüche des Herbstes sich in der Wärme der Sonne entfalten, ist der Sinn voll Freude und das Herz voll Dankbarkeit über das was einfach so da ist: Die Schönheit der Natur selbst im "Abgefallenen".




21.11. Zwanzig Tage alt ist das Rechenwerk, das ich täglich erneuert habe. Die letzten Tage gab es Sturm und Regen. Der Wind zeichnete mit und eröffnet die Möglichkeit neu mit dem Material der Blätter umzugehen.