Sonntag, 19. September 2010
Dienstag, 6. Juli 2010
SOMMER

Samstag, 3. Juli 2010
2. KunstKlosterGespräch auf dem Klosterhof
SOMMER
Wachstum und Wärme – Entfaltung im Außen
Heute ist Samstag, der 3. Juli. 16.30 Uhr.
Ich sitze im schattigsten Raum des KunstKlosters im Frauenhof.
Eine seltene Ruhe herrscht ringsum. Unbewöhnlich für einen Samstagnachmittag.
Keine Maschinengeräusche, keine Traktoren. Die Vögel sind auch mit den leisen Tönen bei leicht geöffnetem Fenster zu hören. Die Grillen zirpen im zeitlosen Rhythmus.
Das nächste Dorf im Tal, Wöllstein, ist etwa 2 km Luftlinie entfernt.
Ich habe auf die Distanz schon ein "kollektives Stöhnen" gehört. Offenbar eine verpasste Torchance oder gar ein Tor von Argentinien gegen Deutschland die in diesen Stunden gegeneinander spielen, verfolgt von Millionen Zuschauern? Ich werde es garantiert erfahren.
Nun aber möchte ich diese seltene Stunde fürs Schreiben nutzen.
Stiller und auch sommerlicher könnte es nicht sein. Ein leichter Wind bewegt die Blätter der nahen Büsche vor dem Fenster. Die, erst im letzten Jahr,nach dem Tod meiner Mutter gepflanzten Hortensien, lassen die spärlichen blauen Blüten hängen. Ich unterbreche das Schreiben und gebe ihnen Wasser.
Morgen werde ich diesen Text auf dem Klosterhof lesen. So er denn lesbar ist. Doch ich gehe davon aus, denn die Stunde ist günstig.
Ich sehe die Freunde vor mir, freue mich schon auf sie und auf einige noch unbekannte Gesichter.

Dabei geht es auch um "die Kunst der Wahrnehmung". Das meint, ein Thema so zu vertiefen, es so aufzufächern, es in eine solche Atmosphäre zu stellen, dass es sich wie von selbst entfaltet.
Mal sehen ob "Entfaltung im Außen" auch auf diesen weißen Blättern geschieht, wie dort draußen bei den grünen.
Unmerklich, und in diesem Jahr sehr lange, dauerte der Übergang vom Frühling zum Sommer. Nun ist er da. Präsenter lässt er sich in unseren Breitengraden nicht erfahren.
Blauer Himmel mit einigen wenigen Wolken die weiß und träumend über den überfüllten Frei-Bädern schwimmen, in denen jetzt auf Großbildschirmen das sportliche Drama gebannt verfolgt wird, und auch über der Lichtung in der mein Haus ruht, in dessen unterstem Raum ich schreibe.
Schon beim ersten Text fiel mir auf wie mühsam es war in den Sommer als Thema einzutauchen. Viel näher wäre ein Sprung ins Wasserbecken als einer ins Denken.
Damit ist es wohl auch schon gesagt!
Der Sommer ist nicht die Zeit des Denkens, nicht die Zeit des Erinnerns, der Einkehr. Sondern im Zenit das Lichtes, beim höchsten Stand der Sonne, treibt es das Innere nach Außen. Das Licht zieht es heraus, lockt, ruft und zwingt. Wachstum geschieht.
Die winterlichen Baumgerippe stehen jetzt üppig im grünen Fleisch. Gesättigt sind die Blätter von, in Chlorophyll verwandeltem Licht. Durstig saugen die Wurzeln im Dunkel der Erde das nährende Wasser. Wasser und Feuer wirken schöpferisch zusammen und erzeugen das vielgestaltige Leben da draußen. Da draußen denkt es, nicht in mir.
Im Sommer über den Sommer zu schreiben? Das dümpelt leicht ins Banale und fühlt sich da nicht mal unwohl. Es suhlen sich Ohrwürmer gerne in Sommerlöchern.
mit allen Poren, auch denen des Denkens, das von einer anderen Qualität ist als jenes Denken im Frühling oder in den anderen Jahreszeiten.
Dieses Denken ist weniger ein Sinnen, Besinnen oder Deuten, (ich kann es nicht lassen, trotzdem ein wenig zu sinnen, zu deuten, auch wenn mir der Schweiß an den Gehirnschaleninnenwänden herunterläuft), sondern vielmehr ein Betrachten, ein Schauen, ohne den Wunsch des Überblicks, ohne den Wunsch zur Erkenntnis zu kommen. Ohne schon Früchte in Händen halten zu wollen. Das ist Sache des Herbstes und wäre jetzt grün und unreif geerntet.
Denken über den Sommer im Sommer findet draußen statt, nicht im Kopf, oder anders gesagt: der Kopf denkt im Sommer draußen. Es denkt im Grün der Blätter und in den farbigen und duftendenden Lichtbrechern, den Blumen. Besonders in den Rose. Es denkt anschaulich.

Zu keiner Jahreszeit ist Denken derart pures Sein, wie im Sommer.
In keiner anderen Jahreszeit wird mir so bewusst, dass alles schon ist und immer, und dass es sich lediglich vor meinen Augen in der Zeit abrollt.

Und doch können wir sagen: jetzt ist sie da.
Wenn die Apfelbäume blühen bei uns, dann ist Frühling.
Wenn das Grün, das gespeicherte Licht in den Blätter sich in Farben wandelt, dann ist Herbst. Wenn der Schnee die Landschaft überdeckt ist Winter.
Und wann ist Sommer?
Für mich, wenn ein gewisser Druck da ist, ein "Hoch-Druck" eine machtvolle Präsenz im offenen Raum. Wenn die Schwalben kreischend ihre schwungvollen Zeichnungen in die warmen Lüfte prägen, und trotz all dieser eleganten Figuren doch alles irgendwie stillsteht. Sommer ist, wenn Erde und Sonne HochZeit feiern.
Zwei Scheitelpunkte im Jahr, die Wintesonnwende und die Sommersonnwende markieren Wendepunkte im rhythmischen Kreisen zwischen der Sonne und Erde.
Diese Wendepunkte sind markante Koordinaten im Fluss. Geometrische Achsen. Oder auch zwei FixPunkte an denen die schwingenden Saiten des Jahreslaufes verankert sind, durch die „der Schöpfung Lied erklingt“ und ihr Tanz geschieht.
Die Befruchtung hat im Frühling stattgefunden, die Reifung kommt im Herbst. Jetzt ist ein Mittelzustand erreicht. Eine aktive glänzend schwere Ruhe. Muse. Wenn die Grillen zirpen. Ein satter Zustand nach dem dramatischen FrühlingsAufbruch, in dem jede Blume als ersehnter Bote, nach langen kargen WinterTagen, gefeiert wird. Jetzt stehen die Gärten in üppiger Fülle.
17:24 Uhr
Eben tönt es aus dem Tal. Es muss etwas passiert sein. Ein Tor?
Ich schaue vom Schreiben auf in den Wald. Der Wind hat sich gelegt. Erfreulich, dass die blauen Blütenköpfe des Rhododendrons sich schon wieder erheben. Welche Kraft des Wassers.
Wasser so erfrischend im Sommer. ...und: der Schatten, dieser körperlose Begleiter eines jeden Dinges im Licht, wird als Spende, als Gabe und Labung erlebt. Auch in ihm kann man eintreten und eintauchen wie in das Wasser.
Ein weißer Schmetterling flattert vor dem Grün.
Mein Denken über den Sommer verschwindet mit ihm im Wald.
17.40 Uhr
Es trötet und hupt durch den Berg herauf. Das Spiel ist vorüber. Auch ich pfeife meins ab.
Es steht unentschieden: Gut gegen Schlecht: 0 zu 0. Die Mitte hat gewonnen!

Wir feiern den Sommer und singen das Lied das vor 400 Jahren Paul Gerhard schrieb.
Es war mein allerliebstes Lied als Schuljunge.

Geh aus mein Herz und suche Freud In dieser lieben Sommerszeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärtenzier
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünem Kleide;
Narzissen und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seide.
Die Lärche schwingt sich in die Luft,
Das Täublein fleugt aus seiner Kluft
Und macht sich in die Wälder;
Die hochbegabte Nachtigall
Ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.
Die Glucke führt ihr Völklein aus,
Der Storch baut und bewohnt sein Haus,
Das Schwälblein speist die Jungen;
Der schnelle Hirsch, das leichte Reh
Ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen.
Die Bächlein rauschen in dem Sand
Und malen sich an ihren Rand
Mit schattenreichen Myrten;
Die Wiesen liegen hart dabei
Und klingen ganz vom Lustgeschrei
Der Schaf und ihrer Hirten.
Die unverdroßne Bienenschar
Fliegt hin und her, sucht hier und da
Ihr edle Honigspeise
Des süßen Weinstocks starker Saft
Bringt täglich neue Stärk’ und Kraft
In seinem schwachen Reise
Der Weizen wächset mit Gewalt
Darüber jauchzet jung und alt
Und rühmt die große Güte
Des, der so überflüssig labt
Und mit so manchem Gut begabt
Das menschliche Gemüte
Ich selber kann und mag nicht ruhn
Des großen Gottes großes Tun
Erweckt mir alle Sinnen
Ich singe mit, wenn alles singt
Und lasse was dem Höchsten klingt
Aus meinem Herzen rinnen
Ach denk ich bist Du hier so schön
Und läßt Du’s uns so lieblich gehn
Auf dieser armen Erde
Was will doch wohl nach dieser Welt
Dort in dem reichen Himmelszelt
Und güldnen Schlosse werden?
Welch hohe Lust, welch heller Schein
Wird wohl in Christi Garten sein!
Wie wird es da wohl klingen?
Da so viel tausend Seraphim
Mit unverdroßnem Mund und Stimm
Ihr Halleluja singen
Oh wär ich da, o stünd ich schon
Ach süßer Gott vor Deinem Thron
Und trüge meine Palmen!
So wollt ich nach der Engel Weis’
Erhöhen Deines Namens Preis,
Mit tausend schönen Psalmen
Doch gleichwohl will ich weil ich noch
Hier trage dieses Leibes Joch
Auch gar nicht stille schweigen.
Mein Herze soll sich fort und fort
An diesem und an allem Ort
Zu Deinem Lobe neigen
Hilf mir und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fleußt,
Daß ich Dir stetig blühe;
Gib, daß der Sommer Deiner Gnad
In meiner Seele früh und spat
Viel Glaubensfrücht erziehe
Mach in mir Deinem Geiste Raum,
Daß ich Dir werd ein guter Baum,
Und laß mich Wurzeln treiben;
Verleihe, daß zu Deinem Ruhm,
Ich Deines Gartens schöne Blum
Und Pflanze möge bleiben
Erwähle mich zum Paradeis,
Und laß mich bis zur letzten Reis
An Leib und Seele grünen;
So will ich Dir und Deiner Ehr
Allein und sonstern Keinem mehr
Hier und dort ewig dienen.

Mittwoch, 23. Juni 2010
"Rose für Cern"
Bleistift und Pastell auf grundiertem Tuch
... arbeite wieder an einem Blütenbild. Male so ein Allerwelts- und Allerhimmelsthema. Nix Kritisches, nix Kaputtes, nix Depressives. Bloß was Schönes.Eine Rose. Eine für alle.
... Die sich entfaltende rote Pracht im satten Grün ergreift mich einfach.Duftende Tautropfenkelche.Tanzenden Wirbel, in denen das Licht blutrot mit der Erde hochzeitet.
Sommerzeit.Höchster Sonnenstand im Jahr.Mittsommernacht. Mittsommertag.
21. Juni ....Verdichtung mit Kreide und Acryl
... Es geht nur ein sehr schmaler und dorniger Weg zu diesen Mysterium des Schönen. Er führt durch die süßlichen Gefälligkeits- und Kitschsümpfe, die alles Wahre und Schöne und Gute (schon das so zu schreiben ist eine Provokation) umzingeln, und die sich von deren Kräften mästen. Oder ist das alles gar nicht so schlimm, und findet nur in meinem Kopf ab, in dem sich autoritäre Geschmacksjuroren an schwer zugänglichen Stellen eigenistet haben? Beamte des ästhetischen Urteils vom ZeitGeistAmt? Die haben mich oft schon in meiner Begeisterungsgeschwindigkeit geblitzt, und mit empfindlichen Bußen belegt. Will ich sie nur ablenken indem ich Ihnen Referenz erweise? Ihre Berechtigung liegt darin, dass sie mich zwingen tatsächlich meine eigenen Maßstäbe zu setzen und auszuhalten? Wie auch immer. Es gibt kein Drumherum. Nur ein Mittendurch. Extreme Mitte eben. Das entspricht der Rose: "extreme Mitte".
22. Juni ....Verdichtung mit Kreide und Acryl
... Diese Spanne zwischen ihrer wirbelnden Ordnung, zwischen Geometrie und Tanz, drängt sie tiefer zu erleben, zu ergründen.Was liegt näher als Zeichnen? Das ist handelndes Sehen in der Zeit,Begegnung mit Materialien, deren Eigenschaften und dem Fremden, der Rose?
... Die weiße Leinwand, das werdende Bild, und das rote Universums als Vorbild. Nein nicht Vorbild, es ist noch kein Bild, es ist ein Gegenüber. Räumlich, körperlich existenziell anwesend, in seiner Erscheinung alles Unsichtbare bergend. Empfindlich. Fremd.Es gilt nicht ein Abblild zu malen, darum ging es mir noch nie wenn ich nach der lebenden Natur zeichne, das macht meine Kamera, sondern die Dinge verlangen, sich mit den Händen voran in die strudelnden Kelche und Rätsel zu wagen. Bei der Rose in den Abgrund aus Schönheit, aus Geometrie und Tanz.
23. Juni ... übermalt mit Weiß Acryl
... Und jetzt ist die Zeit der Rose, ja gewiss, auch des Fußballs, doch weniger für mich. Ich schaue nicht in die Fernseher, sondern in diese nahen Rosenwirbel, die über die Augen ins Blut duften.
...Die Rose sind die millionenfach gelungene Versuchsanlagen, die den Ursprung des Universums alljährlich neu präsentieren.
"Rose für Cern" 161X100 cm Bleistift, Pastell, Acryl und Öl auf grundiertem Tuch 19.-23.Juni
... In Cern steht die größte Maschine der Welt, die die kleinsten Teilchen erforscht um den Ursprung des Universums zu ergründen. Bei allem Respekt vor der Wissenschaft: es werden auf den Bildschirmen keine klareren Spuren zur Entstehung des Universums sichtbar werden, als jene, die sich in jeder Rose offenbaren.
... Hier sind fünf Arbeitsphasen aus den fünf Tagen auf dem Weg zur Rose.
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2. KunstKlosterGespräch auf dem Klosterhof
Sommer
"Entfaltung im Außen"
...am Sonntag den 4. Juli
findet das zweite Treffen in diesem Jahr
auf dem Klosterhof statt.
Thema: Sommer - Wachstum und Wärme - Entfaltung im Außen.
Ablauf der Veranstaltung
10,00 Uhr Ankunft auf dem Klosterhof, Tee und Kaffee
10.30 Uhr Einführung mit Beispielen und Bildern, Texten, und mitgebrachten Beiträgen zum Thema
12-13 Uhr Suppe und Brot
13-15 Uhr Verdichtung des Themas im gemeinsamen Gespräch
15,00 Uhr Abschluss mit Kaffe/Tee und Kuchen
Ende gegen 15.30 Uhr
Anmeldung bis 1. Juli
Jutta Scheuthle:
Klostergässle 8
71479 Großhöchberg
07194-954876
Alfred Bast:
Tel. 07366-2578
Mobil: 0170-9368651
Mail: info@alfred-bast
Kosten:
pro Person
60 €
Wir freuen uns auf Ihr/Dein Kommen.
Die vier Gespräche zu den Jahreszeiten tragen den Titel:
"Vier gleich Eins".
Das Jahr wird in unseren Breitengraden als vier Jahreszeiten erlebt.
Deses NaturGeschehen, mit seinen veränderlichen Erscheinungen, Formen, Farben und Stimmungen, ist eine Sprache, die seit je auch auf menschliche Lebensrhythmen und Zyklen übertragbar ist.
An vier Sonntagen, über das Jahr verteilt, werden die rhythmischen Aspekte:
Aufbruch, Wachstum, Reife und Einkehr ins Zentrum der gemeinsamen kontemplativen Betrachtung gestellt. Mitgebrachte Beiträge zum Thema sind willkommen.
Frühling
Blüte und Aufbruch - von Innen nach Außen
21. März 2010
Sommer
Wachstum und Wärme - Entfaltung im Außen
4. Juli 2010
Herbst
Frucht und Reife - geäußertes Innen
26. September 2010
Winter
Einkehr und Sammlung - gespeichertes Innen
16. Januar 2011
Der Klosterhof ist ein Ort des Ankommens. Nicht nur in der dortigen Stille und Gastlichkeit bei Jutta Scheuthle, sondern auch bei sich selbst.
Alfred Bast ist bildender Künstler und veranstaltet seit vielen Jahren Seminare und Gespräche auf dem von Rainer und Uta Weisensee gegründeten Klosterhof.
Samstag, 29. Mai 2010
zu den Bildern von Neo Rauch, an Pfingsten in Leipzig
...ein langer Text über Bilder
Vor einigen Jahren begegnete ich erstmals einem seiner Werke in der Staatsgalerie in Stuttgart.
Es hat mich unmittelbar beeindruckt. Kein Kontext, sondern das Bild selbst.
Solches Erlebnis ist selten in der zeitgenössischen Kunst, und für mich immer ein Zeichen von Qualität, weil die Bildsprache unmittelbar wirkt, wie es seit je ihre Stärke ist.
Deshalb nahm ich gerne eine Einladung über den Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder am Pfingstsamstag an, an der Ausstellungsführung durch Neo Rauch und Dr. Hans Werner Schmidt, dem Museumsleiter und Mitorganisator der Ausstellung, teilzunehmen. Ich war noch nie zuvor in Leipzig und „opferte“ zwei Tage.
An diesem Pfingstwochenende war die Stadt voll von "Gothik-Menschen".
Geoutetes Verdrängungs- und Schockpotenzial in allen Variationen.
Manches davon hat sich bald mit bestimmten Regionen seiner Bilder überlagert.
Ruhm hat seine eigene Magie. Die Begegnung mit einem weltberühmten Künstler stellte für einen viel weniger bekannten Kollegen eine subtile psychische Herausforderung dar.
Über das gefährliche Minenfeld des Vergleichs, an den saugenden, sorgfältig getarnten Magnetfeldern des Neids vorbei, gelangte ich schließlich bei seinem Werk und seiner Präsenz an.
Es vermied alles was träge Erwartung bedienen würde. Es war für mich, und, das kann ich sicher hinzufügen, für die ganze interessierte Gruppe, sehr wertvoll.
Am Sonntagmittag war ich nochmals in der Ausstellung mit dem Titel: "Begleiter". Die Bilder wirkten, ohne seine persönliche Präsenz, fast noch stärker als am Abend zuvor. Das hat mich überrascht.
Sie schlüpften, entwischten aus dem biografischen, persönlichen Kontext, lösten sich ab vom Autor, und füllten frei und vehement die Räume mit einer intensiven visuellen Musik.
Jedes trat auf seine Weise in Beziehung mit den andern Bildern und mit jedem Besucher. Dabei, so schien es, hatten die Besucher ein unsichtbares „Headphone“ auf, und reagierten auf die bildnerischen Signale, wie in einem interaktiven Spiel. Sie traten in die Räume ein, in die Figuren und deren Handlungen und damit bei sich selbst. Selten hab ich so viele Menschen in einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst gesehen, die derart konzentriert die Bilder betrachteten, und von den Bildern betrachtet wurden. Auch die "Gothiks" waren zahlreich anwesend. "Cool", das Mantram der Abgründigen, war öfter zu hören.
Die Risse und verschiedene Ebenen in seinen Bildern trennen und verbinden zugleich. Auch die Risse und Ebenen im Betrachter.
Wenn ein Raum oder Gegenstand sich in eine malerischen Geste ergießt, oder eine Figur sich in farbiger Fläche löst, ist das nicht nur ein virtuoses Surfen mit den bildnerischen Möglichkeiten, sondern diese werden zugleich neu kodiert.
So wie im Gehirn bekannte Muster sich durch eine Intuition zu neuem Zusammenhang verbinden können, der die vertrauten Muster rückwirkend als Zeichen einer unbegreiflichen Botschaft ahnen lässt und rätselhaft anreichert.
Die Bilder wurden nicht nur von den Betrachtern ergänzt, sondern ergänzten die Betrachter ebenso.
Nach der Ausstellung, erlebte ich deren Fortsetzung in der Stadt.
Das Vor-Höllische, Mephistos weitläufige Verwandtschaft, pilgerte im aufwendigsten Design, in der teuersten Kostümierung, gelassen durch Leipzig.
Das Schöne kam als Hässliches daher. Das Hässliche als Schönes. Ein höllisches Paradies. Das war nicht ohne Humor.
Das Schöne und das Böse
Die Hölle verweist, unfreiwillig, immer auf einen Himmel, denn sie ist nie das Primäre. Hölle ist immer Sekundär, Folge, Reaktion, Imitation. Die Hölle hasst das Primäre, aus sich selber Lebende, hasst das zweckfreie Schöne, raubt den Schein und ahmt das Schöne nach. Spannt es intelligent, grell leuchtend und grinsend vor düstere Absicht.
In fast allen Beschreibungen und Bildern sind die Höllen weit phantasievoller und attraktiver als "die Himmel".
Wenn sich der Mensch nach „oben“ projiziert, vergrößert er in der Regel nur seine Begrenztheit und bläst seine Enge zu Konzernen und Palästen auf.
Dann strandet er in opulenten Illusionen und badet im Kitsch.
Oder löst sich in monochromer Leere auf.
Oder wirbelt in ironischen Distanzen um seine Hohlheit.
Jedenfalls in der Neuzeit.
Alte, spirituell ausgerichtetet Kulturen, wie etwa die ägyptische, die griechische, oder die östlichen, hatten dieses Problem nicht. Für sie waren "die Himmel" noch offen und durch Kunst zu erreichen. Kunst war noch viel mehr die Empfangsstation für göttliche Frequenzen. Und in viel geringerem Maße ausschlachtbare Ressource für partielle Macht- und Prachtrepräsentanz. Ausnahmen finden sich freilich damals und heute.
Es gibt nur wenige Bilder in der westlichen Kunst, bei denen die gemalte Schönheit "Himmel“ auch enthält. Das bekannteste Beispiel ist wohl der auferstandene Christus des Isenheimer Altars von Grünewald.Dem Himmel gehört die Schönheit zu. Doch wird ihre Zaubermacht als Folie, Schein, Köder, Lockvogel, benutzt und oft genug missbraucht.
Es gibt dann die Diktaturen die sich mit ihr schmücken und die Schönheit selbst zur Diktatur erheben.
So wurde und wird sie
...ins blasse Ideal entkörpert,
...von brauner Dumpfheit zur geistlosen Götzin erniedrigt,
...als Galionsfigur auf die Galeeren uniformierter Kollektive gespannt,
entpersonalisierten Puppen, an hypnotisierte Endverbraucher verbraten,
...oder - Hybris der Machbarkeit - als Schönheitnormierung in reifende Gesichter implantiert, die zu ent-falteten Masken und Karikaturen gerinnen.
Doch erscheint sie auch pur, unkorrumpiert und unverhofft, etwa in einem Kinderblick, auf einer Blumenwiese, auf einer Ruine im Sonnenlicht, im Winken eines Freundes.
Die moderne Kunst hat das Schöne weitgehend aus ihrem Repertoire verbannt. Es der Werbung überlassen. Von dort schwappt es vehement in die Kunsttempel zurück.
Als gekrönte Barbiepuppen, auf glitzernden Teppichen aus teuer gewebten Kunstkontexten, im Blitz- und Schweinwerferlich einherschreitend. Scheinbar ironisch gebrochener Kitsch.
Die mit dem Kitsch arbeitenden Künstler Jeff Koons oder Murakami etwa, lösen hier nichts auf, sondern okkupieren Tabus und verbinden sie mit einer intelligenten Strategie und berechneter Produktion, die den nervenhungrigen und spekulativen Bereich des Kunstmarktes, der von Skandalen, frischen Sensationen und gewinnträchtigen Investitionen lebt wie Kühe vom Gras, erfolgreich bedient.
Insofern ist dies für mich reaktive, und damit sekundäre Kunst, wie teuer sie auch gehandelt werden mag, keine primäre, wie die von Neo Rauch. Weder zu Koons noch Murakami wäre ich angereist.
In Rauchs tritt das Schöne nicht vordergründig auf, doch ist es anwesend.
Vielleicht auch dadurch, dass sie mich als Betrachter nicht zum Voyeur grausamer Szenen reduzieren, sondern zwischen die Sensationen des Gefährlichen so etwas wie eine optische Atempause einlegen, die einen unbesetzten Raum frei gibt. Eine kurze Stockung vor dem Schrei - oder der lösenden Antwort. Dieses Stocken erlaubt einem Nichtfassbaren, und das könnte eben der Himmel sein, seine Anwesenheit.
Doch wahrscheinlich ist das was ich hier schreibe, nur Projektion und spiegelt viel mehr den Betrachter als die Wirklichkeit seiner Bilder. Mag sein. Doch die Bilder wirkten in die reale Wahrnehmung hinein, und beeinflussten die Sehweise.
Gelungene Bildern wirken bildend auf die Welt zurück aus der sie stammen.
Ich fand in Neo Rauch, an diesem Abend, keinen Zombie des Markes vor, auch keinen der mit dessen Mechanismen geschickt jongliert, keinen vom Ruhm angeknabberten, vom Geld hypnotisierten Vertreter der zeitgenössischen Kunst, keinen Star der primär vom Schein-Werfer-Licht der Projektionen anderer leuchtet, sondern einen erfreulicherweise weltberühmten und authentischen Künstler, der aus eigener Kraft wirkt. Doch auch im Wissen, dass diese von tiefen Schichten gespeist wird, die nicht allein dem Willen und Zugriff gehorchen. Und einen Menschen dem die Augenhöhe, bei aller Differenzierung und notwendigen Unterscheidung, das Höchste und Liebste zu sein scheint. So jedenfalls erlebte ich ihn.
Seine Bildern sind grandios und noch bis August in München in der Pinakothek der Moderne, und in Leipzig im Musum für bildende Kunst zu sehen.
Sonntag, 9. Mai 2010
Die Kunst der Deutung, oder: der DeutungsKünstler
...mal wieder durfte ich einer suggestiven Kunst-Führung beiwohnen.
Ein KunstDeuter "briefte" bzw. "impfte" seine Zuhörerinnen und Zuhörer.
Ich "musste" sehen was er mir sage. Denn man sieht was man weiß, und das was man wissen soll, das sagte er.
Das hat mich tief beeindruckt und ich denke: heut ist Sonntag, probier das mal aus.
Falls das mit dem Malen mal kunsthistorisch verboten wird. Wer weiß.
Statt sonntags malen, mal sonntags deuten. Das hat vielleicht Zukunft: Kunstprediger.
Ich fotografiere also, ohne groß zu überlegen, spontan, "aus-dem-Bauch-raus", drei Bilder. Sozusagen als optisches Futter für mögliches Deutungspotenzial.
Mal sehen was da rauskommt, was sich da denkend erspielen lasst.
...hier nun das Ergebnis sonntäglicher, muttertäglicher Mußestunden.
Ein-Führung:
drei aktuelle Postionen des Künstlers Th. We. Zett
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kunstfreunde..
Was ich Ihnen heute präsentieren darf ist etwas einmaliges. Es handelt sich um eine Trilogie des Künstlers Th. We Zett. Er ist ein international unbekannter Meister, (die Welt ist sein Atelier) der sich ständig auf Reisen befindet und in zahlreichen großen Ausstellungen, wie etwa in der Documenta 8 und der Bienale Venedig 2009, mit großformatigen, unsichtbaren und ergreifenden Werken vertreten war. Niemand hat sie gesehen, doch alle waren davon ergriffen.
Nun ist es uns, nach langen und schwierigen Wegen und Verhandlungen, und viel Glück!!! gelungen, drei Werke dieses scheuen Künstlers für unsere Präsentation als Originale zu bekommen. Sie, verehrte Anwesende, dürfen sich glücklich schätzen, die ersten zu sein, die sie zu sehen bekommen.
In diesen aktuellen Werken hat er drei hochspezielle Aspekte aus der Alltagswelt visualisiert, mit der er die Kluft zwischen Klassik und Pop, zwischen Exklusivem und Alltäglichem mit unwiderstehlicher Eleganz überbrückt.
Man ist ergriffen vor seinen Werken - ich kann Ihnen meine persönliche Begeisterung nicht vorenthalten - wie vor einem Leonardo. Freilich in ganz anderer, eben medialer und zeitgenössischer Form, die sich nicht so rasch erschließt und sich, selbstschützend, vor dem Banausenblick verbirgt.
Ich darf Sie nun, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer mit bescheidenen, ja kläglichen Worten, zu diesen Werken hinführen, und ich bin mir schmerzlich bewusst, wie wenig selbst die kühnsten Gedanken von der sprachüberschreitenden Dimension dieser Kunst zu erfassen vermögen.
Niemals, das sei vorausgeschickt, kann das Wort die Botschaft des Werkes ersetzen, denn sonst hätte der Künstler ja geschrieben.

Das erste Werk
ready made
In diesem Alltagsgegenstand sind Botschaften verschlüsselt, die uns der Künstler durch seine exklusive Präsentation bewusst macht. Der phallische Grundcharakter dieses Werkzeugs, der sofort die Assoziation von: Markieren, (denken sie aber bitte nicht an das was Hunde machen wenn sie Reviere markieren - das gehört nicht hierher), von: Marke und damit von: Merken weckt, vermittelt eine Potenz des schöpferisch-männlichen Prinzips, das sich durch den Name "BOSS" noch einmal steigert.
Während "STABILO" als FirmenMarke zugleich mütterliche Sicherheit und Haltbarkeit suggeriert.
"ORIGINAL", der dritte, schwarz auf orange gedruckter Begriff nun, sichert dem Produkt seine Individualität, und überträgt auf den Nutzer das Gefühl, hier etwas Hochwertiges in der Hand zu haben. Doch diese, mehr werbepsychologischen Hintergründe, sind noch nicht die Essenz des Kunstwerks selbst. Die Analyse ist lediglich ein vorbereitender Schritt, um ins Zentrum der transluzenten Alchemie des orangenen Behälters zu gelangen.
Denn was kann mit der leuchtenden Flüssigkeit nicht alles markiert werden?
Listen von Arbeitslosen, Preise von Kunstwerken, Namen von Terroristen, von Feinden aller Art? Oder von Freunden, die man auf eine Party einladen möchte?
Ihnen, liebe Gäste, ist es überlassen hier weiterzudenken, weiter zu spielen, Ihrer unbegrenzten Fantasie Raum zu geben. Nutzen sie die Begegnung mit diesem Werk, um ihre eigene schöpferische Fähigkeit zu entfalten.
Es soll, das darf ich noch einmal anmerken, mit diesen Worten nicht die Aussage des Kunstwerks verstellt werden. Nein! wir wollen Sie nur hinführen. Sie selber sind eingeladen interaktiv zu werden, denn ohne Sie, den Betrachter, die Betrachterin, ist jedes Werk unvollständig. Sie sind es der es "fertig" macht.
Kommen wir zum nächsten....bitte kommen sie....

Das zweite Werk
Installation
"EVOLUTION"...Zu sehen sind zwei benutzte gepflegte Herrenschuhe ... ja Sie sehen recht ... und zwar mit hochwertigen Schuhspannern, die auf einer Eichentreppe im Paar nebeneinander stehen.
Der Künstler hat die Schuhe - bitte beachten Sie das, es wird leicht übersehen - nicht versetzt.
Er hat also nicht einen Schuh unten und den andern auf die nächste Treppe gestellt, was einen Schritt und damit Fortschritt suggerieren würde, sondern er hat wohl den Stillstand, die Stagnation auf
einer gepflegten Ebene im Auge gehabt. Oder auch die Harmonie eines Paares?
Kein Kunstwerk ist eindeutig! Es schenkt uns, ja fordert von uns, es mit unserer Deutung zu füllen, ohne dass wir es je erschöpfen könnten. Es bleibt Rätsel, und das ist die Größe aller großen und deshalb auch teuren Kunst. Doch das nur am Rande.
Th. We Zett, bringt hier den Titel "Evolution" in ein filigranes Spannungsverhältnis zur visuellen Botschaft. Zugleich wird deutlich, dass der Träger abwesend ist. Wo ist er? Ist er barfuß unterwegs, hat er andere Schuhe an? Wo ist das Weibliche?
Mit dieser eindeutigen Positionierung der männlichen Schuhe ruft der Künstler das Weibliche, den weiblichen Fuß und Schuh, mit all seinen zahllosen Variationen eben durch deren Abwesenheit zwingend ins Gedächtnis. Was will er uns damit sagen? Hier schweige ich lieber!
Faszinierend auch, dass es eine Eichentreppe ist, und dass die Schuhe nicht in der Mitte, sondern etwas nach rechts versetzt platziert sind....
...weiter...
Wenn ich Sie nun im Anschluss bitten darf das letzte der drei Werke noch in Augenschein zu nehmen...Sie werden sicher später noch zu den beiden eben gewürdigten Arbeiten zurückgehen um ihren eignen Bezug, ihr eigenes Spannungs- und Deutungsfeld aufzubauen.

das dritte Werk
Natural Objekt
"SCHWELLE"
In einem direkten Kontext zum Werk "Evolution" steht das "natrual objekt", eine anscheinend profane Fußmatte, in deren Strukturen Sie mäandernde Bewegungen erkennen können, die allerdings schon an manchen Stellen aufgebrochen und aufgelöst sind.
Dieses subtile Bild unbewusster Bewegungskräfte korrespondiert mit dem zweiten Werk "Evolution"
durch die unmittelbare Bezugsaufnahme der Schuhe, und weist auf das Thema der Abnutzung, der Entropie, der Vergänglichkeit hin und zugleich auf den Akt der Reinigung der seinerseits selbst zur Abnutzung führt.
Die Schwelle ist ein Kult.
Eine Matte auf einer Schwelle ist ein Schwellenelement.
Tritt. Treten. Auftreten. Abtreten. Eintreten. Austreten.
All das symbolisiert dieses so alltäglich anmutende Objekt. Es manifestiert jenen magischen Ort, in dem sich Draußen und Drinnen verbinden, worin zwei getrennte und gegensätzliche Räume ineinander übergehen. Eine Schwelle ist ein Brückenort.
Schauen wir auf die Struktur: die äußeren Energien mäandern von außen nach innen und umgekehrt, und sie lösen sich in freien chaotischen Faserbewegungen wieder auf.
Hier wird auch die Zeit thematisiert. Und wir fragen uns bang: Wer stand schon auf der Schwelle und wann? Wer wird noch darauf stehen, sie achtlos überschreiten, oder seine Schuhe respektvoll abtreten; um seinen unbewussten, an der untersten Stelle des Körpers haftenden Dreck, nicht ist Haus zu tragen. Und überschreiten wird nicht Schwellen? Ständig? Vielleicht auch ich mit diesen Worten? Treten wir nicht gemeinsam, über die Schwelle der Worte jetzt in das Geheimnis dieses Werkes ein, in sein innerestes Haus, um nicht zu sagen: seinen Tempel?
Der Künstler zeigt hier entschieden und bewusst den Zustand zwischen Form und Auflösung.
Möglicherweise bezieht er sich damit - er selbst schweigt beharrlich zu seinem Werk - auf die aktuelle Weltsituation. Etwa: die Natur in mäandernder, vom Menschen geordneten Form, die durch den Fortschritt und die Benutzung ("Schuhe") sich wieder in ihren ursprünglichen chaotischen Zustand zurückverwandelt?
Und vielleicht bezieht er ja in seinem dreiteiligen Werk den Marker in eine fulminante, von ihm verschwiegene, und für uns noch zu ergründende Aussage mit ein?
Doch dies ist eben Ihnen, den Betrachtern, freigegeben.
Sehr verehrte Anwesende, Sie erlebten es selbst: die Werke sprechen für sich! Es ist nicht einmal nötig sie in üblicher akademischer Manier kunstgeschichtlich zu verorten und mit berühmten Namen zu stabilisieren. Mit vehementer Sicherheit tritt uns hier ein epochales Oeuvre entgegen, das jeden Bezug und Vergleich außer Kraft setzt, und das uns zur Freiheit zwingt, in völlig neuen Kategorien zu denken.
Dies hier ist ein offenes Werk, nichts wird vorgeschrieben, oder vorweggenommen. Der Künstler gibt uns allen Spielraum, weil er ein Rätsel schafft.
Wir sind außerordendlich stolz, ja glücklich diese Werke von Th. We Zett bei uns zu haben.
... Ich danke Ihnen sehr!
.....übrigens: alle Werke sind käuflich.

